Wer ist Mogli?

Über Mogli

Die Künstlerin liebt das Leben, bunte Farben und die Vielfalt auf unserem Planeten. Kreativität ist für Mogli Ausdruck der Seele.

Der Wiedererkennungswert ihrer Werke liegt in der Abstraktheit gepaart mit dem Realen. Viele der Werke bestehen aus einem Mix von Farben und Wörtern, die den Ausdruck des Werkes unterstreichen. Seit ihrer Long Covid Erkrankung fokussieren viele Gemälde die Ungewissheiten und körperlichen Einschränkungen.

Mogli nutzt  mehrere Sprachen und eine Farbenfülle, um die Vielfalt in unserer Welt zu unterstreichen. Jedes Werk ist ein Unikat. Es erzählt eine Geschichte und hat eine ganz besondere persönliche Bedeutung. 

Auftragsarbeiten werden nach Rücksprache auch entgegen genommen.


Über Long Covid und die Werke dazu - von Mogli

Angefangen mit der Liebe zur Freiheit, zum Leben, zum Lieben. Die Freiheit neu begreifen nach Zeiten des Lockdowns, der Pandemie, erstmal reisen und frei sein - so neu gewonnen das Gefühl. Denn zuvor war das Leben bestimmt durch Corona, dann sollte ein Leben mit Corona folgen.

Mehr als ein Jahr geprägt durch Arztbesuche, Krankenhausbesuche, Rehabesuche, Studienteilnahmen usw. 
Mehr Ärzte als Freunde & Familie gesehen; Immunologen, Rheumatologen, Pneumologen, Kardiologen, Internisten, Neurologen, Radiologen, "Corona Experten" usw. und sämtliche Untersuchungen; unzählige Blutabnahmen, MRTs, CTs, Spiros, Lungentests, EEGs, gefühlt 1 Million Echos usw. - es ist wirklich körperlich eine sehr anstrengende Zeit. Ich bin einfach nur müde; krank zu sein ist anstrengend.

Worte können nicht annähernd diese Zeit beschreiben, diese anhaltende Achterbahnfahrt. Wie sollte man es auch jemandem beschreiben, der es nicht selbst erlebt hat?

Ich versuche es so: 
"Es war mir nicht mehr möglich 1m zu laufen, teilweise benötigte ich einen Rollstuhl. Immer wieder wurde ich runtergerissen, die Kraft reichte zum Laufen nicht aus, mein Körper konnte es nicht. 

Wie viel Kraft es benötigt, um immer wieder aufzustehen sowohl körperlich als auch mental ist nicht beschreibbar. Über ein dreiviertel Jahr lag ich nur. Ich konnte weder lesen noch schreiben; Dinge, die mir sonst so viel Spaß bereiteten. Mein Kopf konnte es nicht umsetzen, nach einem Satz schlief ich 20h. 

So versuchte ich zu malen und dem Schmerz, dem Gefühl, Raum zu geben. So entstanden viele meiner Werke. Auch wenn das Malen nicht immer körperlich möglich war, manchmal war es nur ein Strich am Tag - aber wenigstens einer. 

Die Kunst hat mir geholfen. Für mich ist es Ausdruck meiner Gefühle.

Mein Learning: Im Hier und Jetzt leben und jeden Moment genießen, denn die Gesundheit geht schneller als sie kommt.

Ich teile all dies; so eine intime Einsicht, da ich einen Einblick in das Leben mit Long Covid gewähren möchte. Man sieht Vielen die Krankheit nicht an, denn man sieht von außen keine kognitiven Störungen, Gelenkschmerzen, Atemnot, Herz- und Lungenschäden uvm. Oftmals haben die Erkrankten einen sehr langen Leidensweg hinter sich. 

Ich würde mir wünschen, dass Menschen Long Covid Erkrankten mit mehr Respekt & Mitgefühl begegnen, auch wenn sie selbst (glücklicherweise) vielleicht noch keine Erfahrungen damit gemacht haben. Ich persönlich möchte auch nicht auf meine Erkrankung angesprochen werden. 

Für die Zukunft wünsche ich mir, irgendwann eine Long Covid Stiftung zu gründen, um dadurch mehr Forschungsgelder zu akquirieren und Therapien langfristig für alle Betroffenen zur Verfügung zu stellen. Denn es ist immer noch gruselig, dass man nicht weiß, was genau im Körper passiert.